Sonntag, 18. Januar 2015

Lufia II: Tag 8 - Die Hochzeit

Eine schöne Feier
Selan hatte meine Hochzeitsantrag angenommen. Daher wurde in Pandoria eine rauschende Feier veranstaltet. Auch wenn einige Besucher meinten dass die Feier recht überstürzt stattfand, Selan und ich wollten einfach nicht mehr warten. Mit Ausnahme von Tia, die ich seit der Begegnung im Turm nicht mehr gesehen hatte, waren alle meine Freunde erschienen. Dekar und Guy waren zu meiner Freude auch erschienen, aber Letzerer verschwand nach einiger Zeit. Wie ich hinterher gehört von Dekar hatte, war er von seiner Freundin Jessy entdeckt worden, nachdem er meinte Krieger bräuchten keine Frauen. Ich hoffe nur dass er diese Beziehung noch retten kann. Gleich darauf ereilte uns jedoch die Nachricht dass im Schloss Dämonen eingedrungen waren. Zwar war Selan ein wenig verstimmt. Doch nur bis ich sie fragte ob sie nicht ihr Schwert dabeihätte. Mir ging es ja ähnlich und ich muss zugeben dass ich mich ohne meine Waffe nicht wohlfühlte. Gemeinsam eilten wir mit Freude davon um die Dämonenplage zu bekämpfen. Dies ließ einige ungläubige Zuschauer zurück. Aber schließlich war dies unsere Hochzeit, daher konnten wir sie feiern wie wir wollten!

Sonntag, 11. Januar 2015

Lufia II: Tag 7 - Der Tag der Entscheidung

Die Gruppe teilt sich auf.
Gleich nach unserer Rückkehr erwartete uns ein Bote der uns zum König schickte. Er verriet uns das Gades mit den König aufgesucht und mit diesem gesprochen hatte. Dies wollte ich nun genauer wissen und eilte zum Köing. Dieser berichtete mir von Gades und dessen Plänen. Mein Feind wollte die Hoboinsel, auf der Pandoria, lag versenken und im Anschluss Rusalka vernichten. Das Merkwürdige war dass Gades nicht versuchte den König zu erpressen, sondern nur zerstörte um des Zerstörens Willen. Dies war... seltsam. Zwar mussten wir nun erst recht versuchen Gades zu stoppen, doch nach unserer ersten Begegnung war ich mir nicht sicher ob uns dies auch gelang. Daher wollte ich das Selan und Tia zurück nach Pandoria eilten um die Bevölkerung in Sicherheit zu bringen. Auch wenn Selan sich zu Beginn gegen meine Anweisung sträubte erkannte sie bald darauf den Sinn dahinter. Da Selan aus Pandoria stammte, würden die Bewohner ihr mehr Glauben schenken als wenn ein Bote aus Rusalka dort erschien. Tia wollte Selan zwar nicht begleiten, sah aber ebenfalls ein dass sie dort mehr helfen konnte. Dennoch würde der Kampf gegen Gades nicht leicht werden, vor allem da mich nun nur Dekar begleiten konnte. Doch es schien dass ich den König Rusalkas ein wenig unterschätzt hatte: er hatte bereits einen Boten nach Tanbel entsandt um Guy holen zu lassen. Dekar zeigte sich von Guys Stärke beeindruckt. Nun hatte ich ein wesentlich besseres Gefühl dabei Gades zu verfolgen.

Gades stellt sich zum Kampf.
Wie wir erfuhren hatte Gades sich zu einen Turm in Osten des Landes begeben. Dort hatte er sich auf der Turmspitze eingerichtet. Wie die Nordgrotte stand auch der Turm seit dem Erdbeben leer und war daher das Zuhause zahlreicher Monster. Während wir den Turm erklommen, fragte ich mich warum irgendwer Türme mitten in die Landschaften der Reiche erbaut hatte. Hatten diese Orte früher einen anderen Sinn gehabt als Monstern eine Heimstatt zu bieten? Auf jeden Fall hatten wir eine wunderbare Aussicht, aber keine Zeit diese zu bewundern. Gades erwartete uns auf der Turmspitze und versprach uns unser Leben zu schonen wenn wir vor ihm niederknieten. Sonst hatte der Kerl keine Probleme, oder? Meine Begleiter schienen es ebenso zu sehen wie ich und gemeinsam zückten wir unsere Waffen um uns unsern Feind zu stellen. Und wie schon bei unserer ersten Begegnung war Gades ein starker Gegner. Aber inzwischen hatten wir weitere Kampferfahrung gesammelt, während Gades offenbar nichts dergleichen getan hatte. Gades selbst konnte es kaum glauben wie stark wir waren. Seinen Worten nach dürften Sterbliche über keine derartige Kraft verfügen. Mit diesen Worten wich er immer weiter zurück während ich ihm folge. Ich dachte zuerst das Guy und Dekar mir folgten. Doch als ich zurückblickte entdeckte ich dass der Gang hinter mir zusammen gestürzt war. Nun stand ich alleine Gades gegenüber. Doch zu einen weiteren Kampf kam es nicht mehr, da dieser viel zu sehr damit beschäftigt war einen Schalter umzulegen. Hämisch verkündete er das er jeden auf der Hoboinsel mit in den Tod reißen würde, dann verstarb mein Feind vor meinen Augen. Doch etwas war seltsam: von seiner Leiche blieb nichts übrig, sie verschwand im selben Augenblick. Gleich darauf hörte ich einen Schrei hinter mir. Selan und Tia waren uns in den Turm gefolgt. Die Beiden hatten sich große Sorgen um mich gemacht, doch durch den eingestürzten Gang konnten sie mir nicht mehr folgen. Ich versicherte ihnen dass es mir gutging. Doch ich konnte den Turm nicht verlassen ohne den Versuch unternommen zu haben Pandoria zu retten. Ich versprach Selan und Tia auf mich aufzupassen. Allerdings sollten meine Freunde den Turm verlassen, da ich mir nicht sicher war ob es nicht noch weitere Fallen gab. Mit einigem Zögern gab mir Selan zu verstehen, dass sie auf mich warten wollte. Sollte ich diese Sache überstehen, so schwor ich mir, würde ich sie etwas ganz Bestimmtes fragen. Doch noch gab es Wichtigeres zu tun.

Es ist doch nicht so einfach.
Nun war ich völlig auf mich allein gestellt, als ich versuchte den Mechanismus auszuschalten. Glücklicherweise gab es in diesem Teil des Turmes so gut wie keine Monster. Allerdings stellte ich fest dass es auch keinen Ausgang gab. Alle Fenster dieser und aller andern Etagen waren vergittert. An Flucht war also auch nicht zu denken. Nachdem ich einige Minuten gesucht hatten entdeckte ich zwei Statuen die ich zerstören könnte. Was dies für einen Sinn hatte entdeckte ich erst kurz darauf. Die Statuen hatten eine Blockade aufrechterhalten, die nun verschwunden war. Dadurch konnte ich einen Schalter erreichen der das Versinken der Insel verhinderte. Allerdings hatte ich nicht mit einer letzten Falle Gades gerechnet. Von zahlreichen Blitzen getroffen, ging ich zu Boden. Bevor ich gänzlich ohnmächtig wurde, hatte ich aber den Eindruck als wäre jemand bei mir. Mit letzter Kraft konnte ich noch ein Auge öffnen und entdeckte Iris. Was danach geschah konnte ich jedoch nicht mehr verfolgen.

Rätselhafte Ankunft in Pandoria.
Das nächste was ich wieder bewusst wahrnahm war, dass ich in Pandoria erwachte. Wie ich dorthin kam, wusste ich allerdings nicht. Wie versprochen hatte Selan hier auf mich gewartet und daher überraschte es mich nicht als sie mir gleich darauf um den Hals fiel. Guy, Dekar und Tia waren genauso wohlauf wie der Rest der Bewohner Pandorias. Voller Freude erlaubte es sich Selan ein paar Tränen zu vergießen. Nun blieb mir nichts anderes übrig als meinen ganzen Mut zu sammeln und Selan die wohl wichtigste Frage meines Lebens zu stellen. In vielerlei Hinsicht ist dieser Tag tatsächlich ein Tag der Entscheidung.

Donnerstag, 25. Dezember 2014

Lufia II: Tag 6 - Das Wüstenreich Rusalka

Eine Brücke wird repariert
Auf dem Weg nach Rusalka machten wir, wie von Selan vorgeschlagen, einen kurzen Stopp in dem Dörfchen Minias. Hier hörten wir das Gades in der Höhle im Norden des Dorfes gesehen wurde, wo dieser eine wichtige Brücke zerstört hatte. Zwar waren die Dorfbewohner schon wieder dabei diese zu reparieren, kamen aber wegen der Monster in der Höhle einfach nicht voran. Angeführt wurde diese Gruppe Dorfbewohner von einem Architekten. Dieser hatte die Häuser des ganzen Dorfes entworfen und gebaut, daher galt er als der richtige Mann für die Reparatur der Brücke. Ich beschloss Minias zu helfen und reiste zur Nordhöhle um das Monsterproblem zu untersuchen. Die Höhle war nicht besonders groß und an ihrem tiefsten Punkt entdeckten wir das Problem. Eine magische Kugel beschwor immer weitere Monster in die Höhle, sodass die Monsterflut kein Ende nahm. Allerdings war die Kugel nicht vor der Klinge meines Schwerts geschützt und zerbrach schon beim ersten Treffer. Daraufhin verschwanden auf einen Schlag alle verbliebenen Monster. Nun konnte der Architekt die Brücke in sekundenschnelle reparieren und der Weg nach Rusalka war für alle Reisenden wieder frei.

Einer gegen Alle
Das Königreich Rusalka lag mitten in einer riesigen Wüste. Aber auch weil die ganze Stadt im Schloss untergebracht war, war das Reich etwas besonderes. Außerdem hatten wir von einem starken Krieger gehört der hier leben sollte. Diesen konnten wir auch gleich nach unserer Ankunft in Aktion erleben, denn ein Mann namens Idura und seine Monster attackierten gerade das Schloss. So konnten wir den Krieger bei seinem Kampf beobachten. Allerdings stellten wir schnell fest das dieser zwar stark war, dafür aber nicht sehr helle. Das stellte auch Idura schnell fest und trieb diesen fast zur Weißglut. Nachdem der Krieger seine Monster besiegt hatte, stieß Idura noch eine Drohung aus und verschwand im Anschluss. Nachdem Idura verschwunden war, erschien der Prinz des Reiches, und wie ich bemerkte war dieser ebenfalls nicht sehr clever, aber auf eine andere Art. Der Prinz war trotz seiner geringen Kampferfahrung sehr überheblich. Um Rusalkas Zukunft hoffte ich dass sich dieses Verhalten noch legen würde. Nachdem der Prinz sich wieder verzogen hatte, konnten wir endlich mit dem Krieger, dessen Namen wir inzwischen erfahren hatten, sprechen. Dekar hatte im Gegenzug auch bereits von mir gehört und freute sich schon auf ein Duell mit mir. Als ich jedoch ablehnte war er ein wenig enttäuscht. Jetzt erfuhren wir auch die neusten Gerüchte. Laut Dekar sollte sich Gades irgendwo in Rusalka verbergen. Auch vermutete er das Idura im Auftrag Gades durch das Land zog. Da wir zuerst dem König treffen wollten, suchten wir den Thronsaal auf. Wir kamen gerade noch rechtzeitig an um zu erleben wie der Prinz sich ein weiteres Mal überschätzte. Gemeinsam mit seinem Diener brach er, trotz Dekars Warnungen, in die Nordgrotte auf, in der sich Idura verborgen hielt. Da der König seinen Sohn bestens kannte, sandte er Dekar hinter diesem her, jedoch war der Krieger nicht allzu begeistert von diesem Auftrag. Vor allem da er möglichst unauffällig dem Prinzen helfen sollte. Nun begann ich auch langsam zu verstehen warum der Prinz sich für den Besten hielt. Vielleicht war es an der Zeit dem Prinzen begreiflich zu machen wie es wirklich um seine Kampfkunst stand. Andererseits wäre es eine schlechte Idee in diese Erfahrung durch Idura machen zu lassen. Mit Selan und Tia folgte ich nun Dekar, der den Prinzen verfolgte, der wiederum Idura folgte, in die Nordgrotte um wenigstens irgendeinem von ihnen, außer Idura, zu helfen.

Es ist eine Falle!
Anstelle der Nordgrotte stand vor langer Zeit einmal eine Burg. Doch diese wurde während eines Erdbebens fast vollständig zerstört. Das Einzige was die Zerstörung unbeschadet überstanden hatte waren die Kellergewölbe der Burg. Diese waren nun als die Nordgrotte bekannt und waren zudem noch ein Hort für Monster aller Art. Hier fand ich auch einige neue Waffen. Unter anderem auch eine die ich nur mit den Fingerspitzen in meinen Rucksack beförderte: eine verfluchte Waffe! Ich wusste: sollte ich diese auch nur durch Zufall ausrüsten, musste ich nach Rusalka zurückmarschieren und einen Priester aufsuchen der den Fluch brechen konnte. Seltsamerweise kamen gerade die Kapselmonster bei diesen Waffen auf den Geschmack. Auch sonst gab es einige sehr ungewöhnliche Dinge hier. Zum Beispiel die flüchtende Treppe, die sich jedes mal bewegte wenn ich versuchte sie zu benutzen. Auch ein weiteres Kapselmonster fand sich in den Tiefen der Grotte. Bald hatten wir auch den Prinzen und seinen Begleiter eingeholt, von Dekar fehlte allerdings jede Spur. Aber wie ich gleich feststellte waren wir Idura in die Falle gegangen. Ohne eine Möglichkeit zur Flucht schickte er uns Welle um Welle an Monstern entgegen. Nach einiger Zeit erschien dann doch noch Dekar, der kurzen Prozess mit den feindlichen Kreaturen machte. Idura zog es wieder vor zu verschwinden, statt es mit uns aufzunehmen. Der Prinz zeigte sich nun endlich einsichtig und entschuldigte sich uns soviel Ärger bereitet zu haben. Anscheinend war diese ganze Geschichte doch zu etwas gut gewesen. Dekar wollte gerade den Prinzen zurück ins Schloss bringen, dort sollten wir uns mit ihm treffen. Gerade wollten Selan und ich unsere Meinung über seine Intelligenz ändern, als er zurückkam und fragte wie er die Tür im Nebenraum wieder öffnen könne. Ich war erstaunt darüber wie man vergessen haben konnte, dass man einfach nur eine Säule verschieben musste. Aber auch Selan war völlig perplex nach dieser Frage. Gemeinsam mit meinen Begleiterinnen verließ ich die Grotte wieder um nach Rusalka zurückzukehren.  

Sonntag, 14. Dezember 2014

Lufia II: Tag 5 - Selan aus Pandoria

Ein Mädchen wird geärgert
Als wir endlich Pandoria erreicht hatten wurden wir Zeugen eines Streiches zweier ungezogener Jungen. Diese ärgerten gerade ein Mädchen als eine junge Frau namens Selan dazwischen ging. Die Frau schien mir eine Kämpferin zu sein und war in der Stadt bekannt. Denn die Jungen ließen von ihrem Opfer ab und rannten sofort davon. Nachdem die Kriegerin das Mädchen wieder verlassen hatte, statteten wir den örtlichen Händlern einen Besuch ab und deckten uns mit neuen Vorräten ein. Danach wollten wir das Schloss besuchen, vielleicht hatte man dort schon etwas über die Höllenfürsten gehört. Als wir dort ankamen konnten wir das Training der hiesigen Wachen beobachten. Selan, die wir bereits in der Stadt gesehen hatten, war die Kommandantin der Schlosswachen und übte gerade persönlich mit ihren Leuten. Guy und ich kamen nicht umhin sie wegen ihrer Kraft und ihrer Schönheit zu bewundern. Dies war etwas das Tia am liebsten überhört hätte. Im Thronsaal trafen wir den König des Landes der mich willkommen hieß. Er hatte bereits von mir gehört, denn der König Lunarias hatte ihm eine Nachricht gesandt. Der König hatte etwas auf dem Herzen um das er mich gerne bitten wollte. Aus einem alten Tempel im Norden sollten wir ihm ein Schwert besorgen, was zunächst nicht schwierig klang. Als Unterstützung sollte Selan unsere Gruppe begleiten. Selan war von diesem Auftrag alles andere als begeistert, denn sie hatte geplant das Schwert alleine mit ihren Soldaten zu bergen. Der König hingegen hatte dass Selan lernte sich unterzuordnen. Daher übertrug er mir den Befehl für dieses Unterfangen. Kurz darauf gab Selan mir eindeutig zu verstehen dass sie mich nicht mochte, aber da der König ihr den Befehl erteilt hatte mich zu begleiten musste sie ihn befolgen.

Zwei identische Monster?
Der Weg durch den alten Tempel war nicht allzu schwer, doch nach einer Weile stellten sich mir zwei Clowns in den Weg. Egal was ich auch versuchte ich kam nicht an ihnen vorbei. Selbst als wir es schafften einen von ihnen zu töten wurde er gleich darauf wiederbelebt. Nach einigen Versuchen hielt mich Selan zurück. Sie hatte eine Idee wie mit unseren zwei Feinden umzugehen war. Denn in alten Legenden aus Pandoria erzählte man sich, dass es ein Monster gab das zwei Körper besaß. Dieses Monster könnte gerade vor uns stehen, so ihre Idee. Daher war es sinnlos immer nur einen der beiden Clowns zu bekämpfen. Wir mussten uns daher aufteilen und gemeinsam unseren Feind gleichzeitig vernichten. Während Guy und Selan sich den einen Körper vornahmen, taten Tia und ich das Selbe mit dem Anderen. Wie wir schnell feststellten hatte Selan mit ihrer Vermutung richtig gelegen, denn unsere Feinde erschienen nicht wieder. Kurz darauf fanden wir das gesuchte Schwert und brachten es ins Schloss.

Die zerstörte Stadt
Der König war hocherfreut über das Schwert und bedankte sich bei allen von uns. Doch kurz darauf geschah etwas das seine Feierlaune mit einem Schlag zunichte machte. Ein Bote aus der Stadt Gordovan erschien im Saal. Er berichtete das die ganze Stadt dem Erdboden gleichgemacht wurde. Und das Unfassbare an dieser Geschichte war dass die Zerstörung nur von einem einzigen Mann verursacht worden war! Welches Wesen konnte nur eine derartige Kraft besitzen? Selan bot dem König sofort an loszuziehen und die Sache zu überprüfen. Doch dieser verweigerte Selan ihren Wunsch da er fürchtete der Angreifer könne nach Pandoria kommen. Da ich ebenfalls neugierig auf den Angreifer war bot ich dem König an die Sache auszukundschaften. Selan sollte mich während dieser Erkundung erneut begleiten. Als wir in Gordovan ankamen stellten wir fest das die Berichte des Boten den Tatsachen entsprachen. Nahezu die ganze Stadt war völlig verwüstet. Seltsamerweise hatte der Angreifer jedoch alle Bewohner des Ortes verschont und ihnen nicht einmal ein Haar gekrümmt. Einige der Bewohner erzählten uns dass der Fremde sich in den Turm im Westen zurückgezogen hatte. Was auch immer der Grund für diese Zerstörung war, so etwas konnte ich nicht dulden. Gemeinsam beschlossen wir den Turm aufzusuchen und den Angreifer zu stellen.

Gades stellt sich zum Kampf
Als wir die höchste Etage des Turms erkundeten fühlten wir auf einmal eine unglaublich starke Energie. So etwas hatte noch keiner von uns je zuvor gespürt. Gleich darauf erschien auch der Besitzer der Energie auf der Bildfläche. Dieser gab sich schnell als der Zerstörer der Stadt zu erkennen. Sein Name war, wie er voller Stolz verkündete, Gades, Meister der Zerstörung. Und da er gelangweilt war, forderte er uns gleich darauf zum Kampf heraus. Nun erfuhr ich am eigenen Leib die Kraft eines der Höllenfürsten, von denen bereits Camu gesprochen hatte. Wir schafften es kaum Gades auch nur zu verwunden, während dieser uns schnell zu Boden schickte. Nach kurzer Zeit erwachte ich wieder. Iris, dich ich bereits zuvor getroffen hatte, hatte meine Freunde und mich geheilt. Sie enthüllte das auch Guy und Selan mein Schicksal zu reisen teilen sollten. Iris selbst gab an dass sie auf der Suche nach Antworten sei. Dann lies Iris uns wieder alleine. Selan schlug vor nach Pandoria zurück zu reisen und den König von unserer Begegnung zu berichten. Gerade als wir uns mit diesem trafen und uns darüber unterhielten was wir wegen Gades unternehmen konnten, erschien ein Bote aus Tanbel. Dieser war auf der Suche nach Guy und überbrachte eine Nachricht von dessen Schwester. Da es Leana anscheinend schlechter ging wollt Guy sofort zu seiner Heimatstadt aufbrechen, aber er hatte Zweifel ob es richtig war uns nun alleine zu lassen. Da Selan ebenfalls mehr über Gades und dessen Ziele herausfinden wollte, bat ich den König darum, dass sie uns begleiten durfte. Da auch Selan mit meiner Bitte einverstanden war konnten wir Guy ruhigen Gewissens ziehen lassen. Selan schlug außerdem vor über Gordovan nach Minias, und von dort aus nach Rusalka zu reisen.  

Sonntag, 30. November 2014

Lufia II: Tag 4 - Ein Glasbläser in Nöten

Claude, der Besitzer Clamentos
Das Dörfchen Clamento lag genau auf unserer Reiseroute, daher machten wir an diesem idyllischen Ort eine Rast. Nahezu jedes Gebäude hier bestand aus Holz. Aber wie ich erfuhr gehörten alle Häuser, auch der Tempel der ins Königreich Pandoria führte, einen Mann namens Claude. Dieser lebte im größten Gebäude des Ortes. Da wir ohne dessen Erlaubnis unsere Reise nicht fortsetzen konnten besuchten wir ihn. Claude erkannte mit einem Blick das wir reisende Krieger waren und bat uns um einen großen Gefallen. In der Nordhöhle sollte sich irgendwo ein Rubin in Apfelform befinden. Diesen wollte er unbedingt besitzen. Doch da er kein Kämpfer war suchte er jemanden der den Rubin für ihn holen sollte. Im Gegenzug war er bereit uns jede gewünschte Summe Gold zu zahlen wenn wir ihm den Apfelrubin brachten. Während des Gesprächs drängte sich auf einmal die Frau Claudes dazwischen. Sie berichtete ihrem Mann das der Laden des Glasbläsers wieder einmal keine Miete bezahlt hatte. Daraufhin platze Claude der Kragen und drohte damit die Familie aus ihrem Haus zu werfen. Ich hatte bereits zuvor gehört dass Geld den Charakter verderben konnte, aber nun hatte ich den Beweis vor Augen. Zwar konnte ich Claude nicht leiden, aber mir schwirrte bereits eine Idee im Kopf herum, daher nach ich den Auftrag dennoch an. Die einzig wahre Attraktion des Ortes war der kleine Laden des Glasbläsers Jaffar, den Claudes Frau erwähnt hatte. Tia war von den ausgestellten Dingen begeistert. Die Frau des Glasbläsers berichtete uns das ihr Mann vor einiger Zeit aufgebrochen war um Dinge für den Laden zu besorgen. Sie machte sich allerdings große Sorgen, da ihr Mann schon zu lange weg sei. Da wir ihm in Tanbel nicht begegnet waren und der Weg nach Pandoria versperrt blieb, konnte sich Jaffar nur in der Gegend um Clamento befinden. Nun gab es Wichtigeres für mich als den Apfelrubin für Claude zu suchen.

Wer sitzt jetzt in der Falle?
Nach einigen Suchen blieb nur noch ein Ort übrig an dem sich Jaffar befinden konnte: die Nordhöhle. War Jaffar etwa hierher gekommen um den Rubin zu holen und seine Schulden bei Claude zu bezahlen? Oder hatte er etwas Anderes entdeckt? Als wir die Höhle betraten bemerkten wir zuerst die unangenehme Hitze. Diese stieg von den heißen Lavaseen auf. Wir beschlossen vorsichtig voranzuschreiten. Doch die Hitze und die Lava waren nicht die einzigen Probleme. Überall gab es Monster die uns gerne angriffen. Aber es gab tatsächlich eine Ausnahme: In einer Ecke entdeckten wir ein weiteres Kapselmonster das sich mir ohne große Worte anschloss. Dieses Wesen war ein wenig stärker als Foomy, ergriff aber schneller die Flucht. Bald entdeckten wir den von Claude begehrten Rubin, aber wie wir schnell feststellten war der nur die Falle einer sehr hungrigen Spinne. Gemeinsam machten wir dem Untier den Garaus. Nach dem Kampf stellten wir etwas unglaubliches fest: Der Rubin war zerbrochen! Wie konnte so etwas sein? Gleich darauf trafen wir den vermissten Jaffar. Dieser berichtete uns das er auf der Suche nach dem Rubin gewesen war um seine Schulden bezahlen zu können. Als Dank für seine Rettung vor der Spinne übergab er uns den Apfelrubin. Zumindest glaubten wir das zuerst. Doch wie Jaffar uns gleich gestand war es nur eine Imitation aus rotem Glas. Er hatte zwei dieser Glasäpfel hergestellt und einen davon in seinem Laden verkauft. Jetzt waren wir verwirrt, denn der Rubin den wir zuvor gesehen hatten war offensichtlich ebenfalls aus Glas. Tia eilte schnell davon um die Reste des Kunstwerks zu holen und hielt sie Jaffar unter die Nase. Anscheinen war während der ganzen Geschehnisse der Rubin mit dem Glasapfel vertauscht worden und bereits weit weg von Clamento. Guy schlug vor den Glasapfel mit uns zu nehmen und an Claude zu verkaufen. Tia war zwar entschieden dagegen, aber ich stimmte Guys Vorschlag zu.

Claude war total aus dem Häuschen als wir ihm den Apfel brachten. Voller Freude überreichte er uns einen ganzen Sack mit Geld. Gerade noch rechtzeitig konnte ich Tia daran hindern die Wahrheit zu sagen. Denn sonst hätte Claude uns sicher nicht mit dem Geld gehen lassen. Schnell eilten wir davon bevor Tia etwas sagte das wir bereuen sollten. Mit dem Gold eilten wir zu Jaffars Laden. Diesem übergab ich den Sack, damit er seine Schulden bezahlen konnte. Obwohl er das Geld zuerst nicht annehmen wollte überredete ich ihn, mir im Gegenzug etwas zu verkaufen. Vor der Tür des Ladens stellte mich Tia zur Rede und mir blieb nichts anderes übrig als zuzugeben das Ganze von Beginn an geplant zu haben. Im Anschluss überreichte ich ihr die Glasohringe die mir Jaffar für das Geld verkauft hatte. Darüber war Tia so froh dass sie meinen Plan vergaß. Nach einer Rast wollten wir nach Pandoria weiterziehen. 

Montag, 17. November 2014

Lufia II: Tag 3 - Diener der Dunkelheit

Der Schlüssel ist weg!
Heute machten wir aus auf den Weg nach Tanbel. Doch als wir den Schrein über den Fluss erreichten merkte ich dass etwas nicht stimmte. Einige Menschen warteten vor einer verschlossenen Tür. Wie ich gleich erfuhr war der Schlüssel des Tempels, zusammen mit einem Kind, verschwunden. Eine junge Frau sorgte sich sehr über ihren Bruder, den sie in Tanbel zurückgelassen hatte. Ein anderes Kind erzählte mir das John, das verschwundene Kind, mit dem Schlüssel Schatzsuche spielen wollte. Dies machte mich ein wenig wütend, denn der Schlüssel war sehr wichtig. Mir blieb dennoch nichts anderes übrig als das Kind zu suchen.

Und der Dieb ist hier!
Nach kurzem Suchen entdeckten wir John in einer Höhle, weiter im Westen des Landes. Als ich ihn um den Schlüssel bat, zuckte er ein wenig zusammen. Dann rückte er langsam erst mit der Wahrheit heraus. Das lag auch ein wenig an mir. In meiner Ungeduld hatte ich in einen lauteren Tonfall gesprochen als beabsichtigt. Dadurch wollte John erst recht nicht mehr mit uns reden. Daraufhin nahm Tia mich beiseite und übernahm das Reden. Nun erfuhren wir, dass ein riesiges Monster John bedrängt hatte. Und weil dieser keine bessere Waffe hatte, warf er den Schlüssel auf das Monster. Dieses nahm den Gegenstand an sich und verschwand wieder in den Tiefen der Höhle. Tia konnte den Jungen beruhigen indem sie ihm versprach den Schlüssel zurückzuholen. Dafür sollte John allerdings versprechen nie wieder so eine Dummheit zu begehen. Als er es versprochen hatte durfte der Junge wieder zu seinem Großvater in den Tempel zurück, denn in der Höhle war es viel zu gefährlich. Als er weg war lobte ich Tia für ihren Umgang mit Kindern. Daraufhin erwähnte sie etwas das mich stutzig werden lies: Sie sei vorbereitet. Ich hatte zwar so eine Ahnung für was, aber ich fragte besser nicht nach. Wir durchsuchten die ganze Höhle nach dem Monster und sogar die alten Ruinen die noch unter der Höhle lagen. Irgendwann entdeckten wir einen Gang den wir zuerst fluten mussten um einen Weg darüber zu finden. Nachdem wir das getan hatten, entdeckten wir endlich wen wir suchten. Seltsam war dass auch dieses Monster darauf bestand den Schlüssel für sich zu behalten, so wie dass das den Schlüssel nach Tarika gestohlen hatte. Aber dieses Problem lies sich nur auf eine Weise lösen, denn das Wesen griff uns gleich an. Nach dieser Auseinandersetzung konnten wir den Schlüssel an uns nehmen und zum Tempel zurückkehren. Dort wurden wir bereits voller Vorfreude erwartet. Die junge Frau aus Tanbel lud uns freundlichst ein in ihrem Hotel zu übernachten. Ihr Name, wie wir gleich erfuhren, lautete Leana.

Aufruhr in Tanbel
Kaum in Tanbel angekommen trafen wir wieder auf Leana. Kurz darauf gesellte sich auch ihr Bruder, der Kämpfer Guy, zu uns. Leana und Guy verstanden sich anscheinend sehr gut wie ich im folgenden Gespräch feststellte. Nach kurzer Zeit machte sich Leana auf um für uns ein paar Zimmer in ihrem Hotel zu richten. Guy hingegen ging trainieren und lud mich ein an seinem Training teilzunehmen. Kaum hatten wir mit unserem Zweikampf begonnen, als ein lauter Schrei ertönte. Zahlreiche Monster waren auf einmal in der Stadt aufgetaucht. Gleich darauf erreichten sie auch den Übungsplatz. In Begleitung zweier starker Monster erschien auch der Anführer. Diesmal schienen die Kreaturen es ernst zu meinen, daher verschoben wir unseren Kampf und übten an unseren freiwilligen Trainingspartnern. Als der Anführer auf einmal alleine dastand, zog dieser es vor zu verschwinden. Aber er hatte die Stadt nicht alleine verlassen wie wir gleich erfuhren. Denn er hatte Guys Schwester entführt und in den Turm im Südosten gebracht. Das konnte ich meinem Feind nicht durchgehen lassen. Und ich war nicht alleine mit dieser Ansicht. Wäre Guy alleine gewesen hätte er sicher gezögert Leana zu retten, doch er beschloss uns dorthin zu begleiten.

Camu erwartet uns
Im Turm erfuhren wir dass unser Feind namens Camu die Aufgabe hatte die Stärke der Menschen zu testen. Da Guy als der stärkste Kämpfer der Gegend bekannt war, war der daher das erste Opfer unseres Feindes. Dumm für diesen war allerdings das Guy nicht alleine kam. Als Camu starb, verhöhnte er uns dennoch. In seinen Augen waren wir keine Gegner für jene die im Hintergrund die Fäden zogen: die Höllenfürsten. Von diesen Fürsten hatte ich noch nie gehört. Außerdem begann mit Camus Tod der Turm zu zerfallen. Da wir zudem in dem riesigen Saal eingesperrt waren, sanken unsere Chancen zu entkommen auf Null. Während Tia und ich versuchten die Tür irgendwie zu öffnen, sollte Guy sich um seine Schwester kümmern. Es sah allerdings sehr schlecht für uns aus, denn die Tür war nicht nur abgeschlossen, sondern auch mit einem Zauber versiegelt. Doch auf einmal wurde die Tür geöffnet und eine Frau die ich kannte trat ein. Es war Iris. Mithilfe eines Zaubers brachte sie uns alle in Sicherheit nach Tanbel. Zumindest scheinbar alle. Als Guy sich bei ihr bedanken wollte, stellten wir fest dass Iris nicht bei uns war. Doch noch gab es wichtigeres für uns zu tun als sich darüber zu wundern. Denn Leana war durch die Geschehnisse leicht verwundet worden. Gemeinsam brachten wir sie in ihr Hotel damit sie sich ausruhen konnte. Anschließend musste ich Guy und Tia von meiner Begegnung mit Iris und den Grund meiner Reise berichten. Dank Camu wusste ich nun endlich nach wem ich suchen musste und war mehr als froh darüber das Guy sich mir anschließen wollte. Doch trotz seiner Worte zögerte mein Freund etwas. Den Grund erfuhr ich gleich als eine junge Frau bei uns auftauchte. Es war Guys Freundin, Jessy. Sie sprach schnell den Grund für Guys Zögern an: seine Sorge um Leana. Jessy hingegen war sich sicher das Guy mich begleiten sollte und versprach ihm sich gut um Leana zu kümmern. Ich hatte das Gefühl, dass Jessy sich anscheinend sehr sicher war das Guy zu ihr zurückkam. Nun war Guy in seinem Entschluss mich zu begleiten gestärkt und schloss sich mir endgültig an.  

Sonntag, 2. November 2014

Lufia II: Tag 2 - Von Fischen und Dieben

Die Erde bebt...
Ich hatte Tarika bereits zuvor ein paarmal besucht, doch dieses mal war irgendetwas anders. Es lag mir auf der Zunge aber ich kam nicht darauf. Aber natürlich konnten meine Befürchtungen auch auf das Erdbeben zurückgeführt werden. Denn an so etwas konnte ich mich nicht erinnern. Die Bewohner erzählten mir das die Beben erst seit kurzem begonnen hatten. Doch jeder in der Stadt hatte eine eigene Theorie zur Entstehung der Beben. Davon war eine Idee abstruser als die Andere. Doch ein alter Mann hatte den Verdacht dass ein gewaltiger Fisch hinter den Beben steckte. Diese Theorie unterschied sich von den anderen in einem gewaltigen Punkt: der Mann nannte einen Ort an dem dieser Fisch zu finden wäre. In der Höhle im See sollte das Untier hausen und die Beben verursachen. Zuerst wollte ich weiterziehen und dieses Problem ignorieren. Aber dann besann ich mich. Wie sollte ich ein größeres Übel aufhalten wenn ich die kleineren ignorierte? Außerdem verursachten die Erdbeben weiterhin Schäden und auch die Menschen hatten keine Ruhe, da die Beben auch des Nachts wüteten. Ich wollte mir die Seehöhle einmal genauer ansehen. Falls ich keinen Riesenfisch fand würden sich die Bewohner über diese Neuigkeit freuen. Sollte ich einen Fisch finden konnten sich die Bewohner ebenfalls darüber freuen. Der Fisch hingegen...

... wegen einem Fisch!
Wie es der alte Mann behauptet hatte fand ich tatsächlich einen riesigen Fisch der die Erdbeben verursacht hatte. Und wie es sich herausstellte verursachte der Fisch die Erdbeben nur weil im langweilig war. Der Fisch hatte gehofft dass irgendwann jemand, der auf der Suche nach der Quelle der Erbeben war, zu ihm kam. Mit diesem wollte der Fisch anschließend seinen Spaß haben. Dumm für die Kreatur war nur dass er mich getroffen hatte. Am Ende hatte ich meinen Spaß mit dem Fisch und der erst einmal für lange Zeit keine Langweile mehr. Der Fisch versprach mir keine Erdbeben mehr zu verursachen und ein langes Nickerchen zu nehmen. So etwa ein oder zwei Jahrhunderte. Zufrieden konnte ich nun nach Tarika zurück gehen.

Ich hätte es wissen müssen!
Bevor ich die Höhle verließ hörte ich jedoch den lauten Schrei einer Frauenstimme. Die Stimme kam mir bekannt vor, doch ich wollte nicht glauben dass es sich um Tia handelte bis ich es sah. Also eilte ich wieder ins Tiefere der Höhle und fand meine alte Freundin in Bedrängnis vor. Zwei Monster hatten versucht sie zu töten, doch dank meines Einschreitens waren sie gescheitert. Nun gab es jedoch ein Problem. Ich musste Tia gestehen warum ich auf diese Reise gegangen war und gleichzeitig versuchen davon abzuhalten mich zu begleiten. Doch nach kurzer Zeit verstand ich dass Tia mich trotz aller Bedenken begleiten würde, ob ich nun dafür oder dagegen war. Da es für mich einfacher war sie zu beschützen sollte sie an meiner Seite bleiben. Daraufhin war sie sehr, sehr glücklich. Gemeinsam verließen wir die Höhle und brachen auf um das Königreich Lunaria zu besuchen.

Das Kapselmonster
Unterwegs machten wir Rast in einem kleinen Wald, der etwas abseits vom Weg lag. Eigentlich waren wir nur zufällig hier vorbeigekommen weil wir uns verlaufen hatten. Doch dieser Ort sah mir sehr friedlich aus. Weiter im Inneren des Waldes trafen wir eine junge Frau, die uns von diesem Wald erzählte. Es hieß das Kapselmonster Foomy hätte diesen Ort als Ruheplatz ausgesucht, dadurch wäre der Wald auch geheiligt. Ich hatte keine Ahnung was ein Kapselmonster eigentlich war, geschweige denn ein Foomy. Aber das durfte ich gleich herausfinden indem ich an eine Quelle trat. Gleich darauf erschien das merkwürdigste Wesen das ich bisher gesehen hatte. Es schien nur aus Schaum zu bestehen. Die junge Frau beglückwünschte mich noch, denn Foomy wollte sich mir tatsächlich anschließen. Als ich zugab das ich keine Ahnung von diesen Wesen hatte, erklärte mir die Frau alles bereitwillig. Anscheinend waren Kapselmonster in der Lage größer und stärker zu werden wenn man sie gut pflegte und mit ausreichend Nahrung versorgte. Doch ich war extrem überrascht als ich erfuhr was ein Kapselmonster fraß: nicht weniger als Waffe, Schilder und Rüstungen! Dafür sollte mein neuer Begleiter auch ein sehr guter Kämpfer werden können, wenn er größer wurde. Ich war mir nicht so ganz sicher worauf ich mich eingelassen hatte. Doch eine helfende Hand mehr konnte im Kampf viel leisten. Mit Foomy als neuen Begleiter reisten wir weiter gen Norden.

Berti und Boris, die Diebe
Als wir Lunaria endlich erreicht hatten sahen wir uns zuerst in der Stadt um. Hier erfuhren wir dass in Kürze im Schloss ein Krönung stattfand. Zu diesem Anlass wurden die Kronjuwelen des Landes öffentlich ausgestellt. Die ganze Stadt sprach von nichts anderem und auch ich fand dass ein kurzer Blick nicht schaden könnte. Ich war gerade auf dem Weg um mir die Königskrone als zwei Wachen an mir vorbei eilten. Sie brachten dem König und dem Prinzen schlechte Nachrichten: die Krone sei gegen eine Fälschung ausgetauscht und gestohlen worden! Diese Nachricht schockierte jeden im Saal. Die Wachen waren bereit die Fälschung zu einem Experten zu bringen, damit er die Vermutung bestätigen konnte. Kaum hatten sie die Krone an sich genommen und wollten den Saal verlassen, hatte der Hauptmann der Wachen, der ebenfalls anwesend war, eine Eingebung. Er erinnerte sich nicht daran die beiden Wachen je zuvor gesehen zu haben. Daraufhin enttarnten sich die beiden Diebe und stellten sich erst einmal als Berti, der selbsternannte König der Diebe, und sein Schüler Boris vor. Ich war mir nicht sicher was ich von den Beiden halten sollte, als Boris auf einmal eine Bombe hervor zog und in den Saal warf. Glücklicherweise hatten die Beiden anscheinend einen Blindgänger erwischt, denn die Bombe ging nicht hoch. Erst als Boris den Sprengkörper nochmals untersuchte explodierte er. Taumelnd verließen die beiden Diebe den Saal, allerdings nur um gleich wieder hineinzustürmen um die Krone zu stehlen. Von soviel Dreistigkeit waren alle verblüfft. Zum Glück für mich hatten genug Zeugen gesehen wie und vor allem wohin die Beiden geflohen waren. Die Diebe versuchten über den Keller des Schlosses zu entkommen. Dieser wurde seit Jahrzehnten nicht mehr genutzt und war deshalb auch kaum bewacht. In der alten Kanalisation des Schlosses holten wir die Diebe endlich ein. Doch anscheinend war ich zu leichtsinnig gewesen. Mit einem Handgriff setzten die Beiden Tia und mich gefangen und drohten uns nun wegzuspülen indem sie Wasser in unser Gefängnis fluteten. Aber wie wir alle gleich feststellten hatten die Beiden nicht geprüft wo das Wasser genau hinfloss. Das Ergebnis war dass die Diebe weggespült wurden und unterwegs die Krone verloren. Ich wusste zwar nicht wo die beiden Knallköpfe hingekommen waren, aber irgendwie fühlte ich dass ich sie noch einmal treffen würde. Tia und ich brachten anschließend die Krone wieder in den Thronsaal. Der König war hocherfreut und fest entschlossen mich nicht ohne eine Belohnung aus seinem Königreich zu lassen. Selbst als ich darauf beharrte nichts von ihm zu wünschen war dieser noch hocherfreut über meine Bescheidenheit. Daher belohnte er mich mit reichlich Gold, das ich in bessere Ausrüstung investieren wollte.